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Eine Überraschungsreise – Justine Willis Toms

By June 2, 2012 No Comments
Justine Willis Toms ist Mitbegründerin und Produktionsmanagerin von New Dimensions Media/World Broadcasting Network und New Dimensions Radio. Im Oktober 2010 wurde sie eingeladen, John de Ruiter in Edmonton für New Dimensions zu interviewen und an dem Herbstseminar am College of Integrated Philosophy teilzunehmen. Im folgenden Text schildert sie ihre Erfahrungen und Eindrücke von dieser „Überraschungsreise“ und ihrer Begegnung mit John.
Original erschienen im “New Dimensions Newsletter” I’m November 2010.

Im Oktober habe ich untypischerweise einer Reise nach Kanada zugestimmt. Eine gute Freundin hatte mich eingeladen, sie nach Edmonton, Alberta, Kanada zu begleiten, um dort dem Lehrer einer ihrer Freunde zu begegnen. Ich wusste sehr wenig über den Philosophen und Lehrer John de Ruiter, abgesehen von einem begeisterten Anruf von seinem Center, nachdem sie mir einige DVDs und sein Buch zugeschickt hatten. Ich muss zugeben, die DVDs hatte ich nie angesehen, und das Buch landete auf einem Stapel, der sehr an die Warteschlange vor dem Securitycheck auf Flughäfen vor Weihnachten erinnerte.

Jeden Monat erhalte ich hunderte Anrufe dieser Art, und jedes Mal durchlaufen wir dasselbe leidige Spiel. Als ich aber in mich hineinspürte, sagte mir mein Bauch, zu diesem Abenteuer “Ja” zu sagen. Obwohl ich weniger als 24 Stunden für meine Reisevorbereitungen hatte, schaffte ich es irgendwie doch, an dem 5-Tage-Seminar mit John de Ruiter teilzunehmen.

Seit über 40 Jahren treffe ich die unterschiedlichsten wunderbaren Lehrer, aber nie habe ich jemanden wie diesen erlebt. Rückblickend bin ich eigentlich froh, daß ich nicht vorbereitet war, und keinerlei Vorstellung hatte, wer er ist, und wie er lehrt. Dadurch war es mir eher möglich, ohne Erwartungen da zu sein. Ich kann aber nicht sagen, dass ich völlig frei von Skepsis und Vorurteil war, und so war es wunderbar, am Ende des Tages ein klärendes Gespräch mit meiner Freundin Linda Merryman und ihren Freunden Deborah Bloomer und Rob Harlan zu haben.

Es war eine tiefe Stille im Raum, in dem ungefähr 300 Menschen versammelt waren, als John eintrat. Jeden Tag gab er zwei Sitzungen, jeweils mindestens drei Stunden lang. Er saß auf einer Bühne, nur ein Tisch mit frischen Blumen neben ihm. Auf beiden Seiten große Leinwände, so daß jeder im Raum den besten Platz hatte. Direkt vor ihm, auf Ebene des Publikums, waren zwei Stühle, und in jeder Sitzung hatten verschiedene Teilnehmer die Möglichkeit, von diesen Stühlen aus, ein individuelles Gespräch mit ihm zu führen. Indem er mit diesen einzelnen Personen arbeitete, arbeitete er in Wirklichkeit mit uns allen. Was mich sprachlos machte, war die Art und Weise, wie er Worte gebrauchte. Es gab keinen „spirituellen“ Jargon. Er sprach klar und einfach, aber er benutzte Sprache auf eine neue Weise. Ich hörte Worte wie „das Gute“ (goodness), aber ich hörte sie viel tiefer als ich sie jemals zuvor gehört hatte. Außerdem beeindruckte mich die Stille im Raum, eine Stille, ich würde sagen – von tiefer Fülle. Ich brauchte eine Weile, mich daran zu gewöhnen. Ich fragte ihn danach und er antwortete, daß mehr geschieht als das Gesprochene: dass eine Übertragung stattfindet.

Am vierten Tag, ich hatte gerade ein Interview mit John für New Dimensions geführt, sagte eine Frau zu mir: „Du hast John erst wirklich erlebt, wenn du ihm im Stuhl gegenüber gesessen hast.“ Also schrieb ich meinen Namen auf die Liste, ohne große Erwartung aufgerufen zu werden. Kurz danach jedoch fand ich mich im Dialog-Stuhl wieder. Ich erwartete eine mystische Erfahrung mit allem Drum und Dran, aber zu meiner Überraschung gab es kein Feuerwerk, nur tiefe Liebe und eine Sehnsucht in mir, erwachter zu sein. Ich erlebte keine Manipulation von John, nur Liebe, sein Gesicht immer entspannt, weder lächelnd noch stirnrunzelnd, nur Essenz zu Essenz.

Noch immer integriere ich diese intensive Begegnung und freue mich darauf, zurückzukehren.

– Justine Willis Toms

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